Wer bekommt was, und warum. Vermögensschere, Nord-Süd-Gefälle und die Instrumente, die daran etwas ändern könnten — vom Grundeinkommen bis zur Erbschaftsteuer.
Die Erbschaftsteuer ist progressiv — bis einige Millionen Euro. Danach sinkt der tatsächliche Satz, bei Übertragungen ab 20 Millionen auf unter 8 Prozent. Am 13. Oktober verhandelt das Bundesverfassungsgericht darüber. Teil 4 einer vierteiligen Reihe.
Deutschland ist das einzige EU-Land, in dem die Mehrheit zur Miete wohnt. Eigentümer haben im Mittel 364.800 Euro Vermögen, Mieter 16.200. Wohnungspolitik ist Vermögenspolitik, auch wenn sie nie so heißt. Teil 3 einer vierteiligen Reihe.
Deutsche Haushalte haben weniger Vermögen als italienische, und es ist ungleicher verteilt. Rechnet man Rentenansprüche mit, sinkt die Ungleichheit deutlich — darin sind sich DIW und IW ausnahmsweise einig. Teil 2 einer vierteiligen Reihe.
Ein Fachaufsatz für Vermögensberater kündigt die Wachstumsannahme auf und baut daraus ein Portfolio für den Ernstfall: Liquidität in mehreren Währungen, Ackerland, Absicherungen gegen den Zusammenbruch. Die Diagnose wird öffentlich gestellt, die Konsequenz privat gezogen.
Die reichsten zehn Prozent besitzen 56 Prozent des Vermögens, sagt die Bundesbank — und schreibt in einer Fußnote, dass diese Zahl zu niedrig ist. Wer die Spitze eigens sucht, kommt auf 67. Teil 1 einer vierteiligen Reihe.
Ab 2027 wird die Psychotherapie für gesetzlich Versicherte budgetiert, für Privatversicherte ändert sich nichts. Wird dieselbe Behandlungsstunde je nach Versicherung unterschiedlich sicher bezahlt, entscheidet über einen knappen Therapieplatz nicht mehr allein, wie krank jemand ist.
Bei 22- bis 25-Jährigen in KI-nahen Berufen klafft eine Beschäftigungslücke von 19 Prozent, und sie wächst. Sie entsteht fast ohne Entlassungen — aus Stellen, die nicht ausgeschrieben wurden. An einem Vorgang, den es nicht gibt, greift kein Instrument der Verteilungspolitik.
Chinas Ölimporte fielen im zweiten Quartal 2026 um ein Drittel, auf den niedrigsten Stand seit 2016. Das dämpfte den Preisschock und hielt Kaufkraft in den Importländern. Beschlossen hat diese Umverteilung niemand — und sie läuft gerade aus.