Unsere Gesellschaft braucht eine grundhafte Erneuerung.
Das pure Streben nach Profit kommt dank nur endlicher Ressourcen an die Grenze des Machbaren. Die Erde kann nicht allen Menschen den gleichen Wohlstand ermöglichen. Die Moral erlaubt es uns nicht länger, andere Menschen auszubeuten.
Technische Innovationen bringen die Erwerbsarbeit an ihre Grenzen. Robotik und künstliche Intelligenz verdrängen den Menschen aus der Arbeit. Arbeit als sinnstiftend für die Gesellschaft wird immer mehr verdrängt durch andere Selbstverwirklichung.
Das Klima ist bereits stark geschädigt. Ideologien und Verdrängungsmechanismen verhindern das nötige sofortige Umsteuern. Globale Extremwetterereignisse nehmen zu und stellen die Solidargemeinschaft auf die Probe.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Der Norden lebt weiterhin zu Lasten des globalen Südens.
Autoritäre und faschistische Systeme sind global auf dem Vormarsch. Der Angriffskrieg Putins zeigt die Grenzen der Politik des „Wandels durch Handel“. Die Globalisierung führt zu einer weitgehenden Abhängigkeit der Demokratien von antidemokratischen Regimen.
All diese Faktoren verschärfen die Unruhen zwischen den Akteuren der Gesellschaft und führen unweigerlich zu einer gesellschaftlichen Disruption.
Es liegt in unserer Hand, ob wir diese Disruption gestalten, oder wir von der Klimakatastrophe und der sozialen Unwucht in einen chaotischen Zustand getrieben werden, in dem alle verlieren.
Nachtrag ·
Dieser Text steht seit fünf Jahren unverändert. Das war nicht die Absicht. Eine Diagnose sollte sich erledigen, indem man ihr folgt.
Korrigieren musste ich nichts. Nur der Absatz über Robotik und künstliche Intelligenz hat die Zeitform gewechselt: Was 2021 eine Erwartung war, ist Beschreibung geworden.
Von den Quellen, auf die sich die frühere Fassung dieser Seite stützte, führen vierzehn ins Leere, eine verlinkte Domain existiert nicht mehr. Die Belege sind schneller zerfallen als das, was sie belegen sollten.
Dass ein Text über aufgeschobenes Handeln fünf Jahre lang gültig bleibt, ist kein Beweis, dass er recht hatte. Es ist der Aufschub.
Rechenzentren brauchen gesicherte Bandlast. Aus dieser technischen Anforderung wird gerade eine energiepolitische Entscheidung wieder aufgemacht, die als getroffen galt — und zwar als Notwendigkeit, nicht als Vorschlag. Wer eine Forderung als unausweichlich beschreiben kann, braucht dafür keine Mehrheit mehr.
Deutschland will die Rechenzentrums-Kapazität bis 2030 um 70 Prozent auf 5.000 Megawatt steigern. Wie viel Strom der Bestand verbraucht, weiß die Bundesregierung nicht: Bis Juli 2026 hatten 482 von rund 1.000 meldepflichtigen Anlagen gemeldet. Die belastbarste Zahl kommt vom Branchenverband.
Der US-Innenminister stellt das KI-Rennen über die Klimakrise — offen, nicht verdruckst. Das ist etwas anderes als Leugnung, und es lässt sich nicht mit Belegen widerlegen.
Hans Jonas schlug 1979 vor, die Katastrophe so genau wie möglich auszumalen, um sie abzuwenden. Das Ausmalen hat funktioniert. Die CO₂-Konzentration ist seither um knapp 27 Prozent gestiegen. Was das über die Methode sagt — und über diese Seite.
Diese Seite lag drei Jahre still. Sie kommt zurück — mit weniger Beiträgen, dafür mit eigenen Texten und geprüften Quellen.
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Themen
Fünf Stränge, einer je Absatz des Manifests. Sie hängen zusammen: Endliche Ressourcen setzen der Wirtschaft eine Grenze, Automatisierung entkoppelt Produktivität von Arbeit, und beides verschiebt die Frage, wer was bekommt — und wer darüber entscheidet.
Jeder Beitrag führt seine Quellen als eigene Liste am Ende — nicht als Links im Fließtext. Das ist kein Formalismus: Nur so lässt sich maschinell prüfen, ob eine Quelle noch existiert. Diese Seite ist ein Notizbuch, kein Nachrichtenmedium. Was hier steht, ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.